01.07. 18:45
Berlin
Jürgen Mennel hat es geschafft
Er hat bewiesen, was es heißt, sich einer Aufgabe verschrieben zu haben und sich mit Leidenschaft, Ausdauer, Elan und Beharrlichkeit einer ganz neuen Herausforderung zu stellen.
Mit diesem Lauf bewies der Ex-Vizeweltcupsieger über 100 Kilometer nicht nur selbst viel Ausdauer und Engagement. Er war auch als Vertreter der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken unterwegs, um deren Stärke in der Landesvertretung zu repräsentieren.
Albert Berner, Firmengründer der Berner Unternehmensgruppe und selbst immer noch aktiver Sportler, bedankte sich bei Jürgen Mennel mit den Worten: „Eine solche Leistung ist etwas ganz Außergewöhnliches und kaum vorstellbar. Sie jedoch haben damit gezeigt, wie dynamisch, ausdauernd und zukunftsfähig Berner und die Region sind."
01.07. 15:40
Berlin
Jürgen Mennel ist in Berlin
Gerade haben wir die Nachricht erhalten, dass Jürgen Mennel sein Zwischenziel am Haus der Kulturen der Welt erreicht hat.
Strahlend und mit einer unheimlichen Leichtigkeit hat er seine vorletzte Zwischenetappe von Potsdam über Wannsee durch die sonnige Landeshauptstadt genossen. Die Freude über seine Ankunft in Berlin steht dem Extremsportler und natürlich auch seinen Teamkollegen ins Gesicht geschrieben.
Nach dem heutigen Start - etwa 7 Uhr morgens - stieg das Adrenalin wieder in ihm hoch und die Freude auf Berlin spornte den Ultramarathonläufer noch einmal so richtig zu Höchstleistungen an.
Bevor Jürgen Mennel seine Schlussetappe antritt, kann er sich nun noch einmal kurz regenerieren und wird sich sicherlich schon, den „ein oder anderen Fragen" der dortigen Journalisten stellen.
Ab 17:45 Uhr startet er dann in Begleitung des Laufteams der IHK zu Berlin, dem ARD Hauptstadtstudio, dem RBB-Laufteam, ehemaligen Teilnehmern des Berlin-Marathons sowie zahlreichen Kunden des Berner Konzerns vom Haus der Kulturen der Welt zur Landesvertretung Baden-Württemberg.
01.07. 10:00
Potsdam
„Die Muskeln werden immer schwerer“
betonte Jürgen Mennel heute Vormittag 10:00 Uhr und machte eine kurze Pause mitten in Potsdam. „Die Tagesdistanzen scheinen nun unsagbar lang zu werden", so der engagierte Läufer, der sich nun nur noch wenige Kilometer vor Berlin befindet.
Das hohe Maß an Konzentration und Kraft zu halten fällt dem 48-jährigen zunehmend schwerer. „Die gestrige Tagesetappe - berichtet er - war die bislang schwerste und ermüdende Distanz des gesamten Laufs.
Nicht das hohe Verkehrsaufkommen [Es fuhr ein Lkw nach dem anderen an dem Laufteam vorbei], sondern auch die immer stärker werdenden Schmerzen in den Muskeln der Oberschenkel ließen den sonst so energiegeladenen Läufer einfach nicht in seinen Rhythmus finden. Wie anstrengend und nervenaufreibend dieser Moment für Mennel gewesen sein muss, kann man als Außenstehender sicherlich nur schwer nachempfinden.
Nur durch seine ausnahmelose Willenskraft und der Motivation durch seinen Begleitteam schaffte er es die letzte große Tagesetappe einige Kilometer vor Potsdam zu beenden.
Die nun noch verbleibenden Kilometer, so hat er sich vorgenommen, wird er in einem sehr ruhigen Tempo in 5km-Etappen und ausreichenden Pausen laufen.
Etwa gegen 14-15 Uhr wird Mennel und sein Team in Berlin am Haus der Kulturen der Welt eintreffen und sich noch ein letzten Mal stärken, bevor es um 17:45 Uhr gemeinsam mit zahlreichen Lauffans aus Berlin die Schlussetappe durch die sonnige Landeshauptstadt in Angriff nimmt.
30.06. 23:30
Beelitz
Vor den Toren Berlins
Es sind nur sieben Stunden bis zum Ziel.
Jürgen Mennel und sein Team haben die letzte große Tagesetappe geschafft und sind am Abend wenige Kilometer vor Potsdam angekommen. In sieben Stunden wird der Marathonläufer Geschichte schreiben und auf seinem Weg in die Landeshauptstadt seinen 300.000-sten km laufen und damit einen neuen Weltrekord aufstellen.
Nach einer kurzen Regerationsphase wird sich der 48-jährige ein letztes Mal seine Laufschuhe anziehen (übrigens die gleichen, mit denen er in Künzelsau gestartet ist) und sich mental auf die noch verbleibenden Kilometer vorbereiten. Noch einmal heißt es: volle Konzentration. Dann wird Jürgen Mennel vorbei an Potsdam, weiter über Wannsee und Grunewald die Stadtgrenze Berlins erreichen und gemeinsam mit seinem Team den Treffpunkt am Haus der Kulturen der Welt zum Start der letzten 5km-Etappe ansteuern.
Die Freude und Spannung auf das morgige Wiedersehen nach 5 Tagen ist bei allen Beteiligten groß. Wünschen wir dem Botschafter der Firma Berner sowie der Region Heilbronn-Franken eine erholsame Nacht und "toi, toi, toi" auf den letzten Metern.
Mehr Informationen zur letzten Etappe durch Berlin morgen.
30.06. 10:00
Bad Düben
Die letzten Tagesetappe vor Zieleinlauf
Während des letzten Telefonats mit seinem Team gestern Abend war Jürgen Mennel bereits schon wieder unterwegs. Die Bilanz der gestrigen Tagesetappe konnte dadurch noch einmal um 36 km verbessert werden.
Gegen 2.00 Uhr nachts erreichte Mennel das Hotel und starte schon 7:30 Uhr mit dem Team in Richtung Wittenberg. Summieren wir die Anzahl der bis jetzt geschlafenen und gelaufenen Stunden auf, kommen wir auf ein Verhältnis von 10:77 Stunden.
Ohne eine harte und ausdauernde Vorbereitungsphase wäre so eine Leistung jetzt nicht abrufbar, betont Mennel heute noch einmal am Telefon. Dabei muss hinzugefügt werden, dass Jürgen Mennel beruftätiger, 2-facher Familienvater ist, der am Tag nur ein paar Stunden für das Training zur Verfügung hatte. Wo also nimmt er diese unglaublich Kraft und Energie her? Das ist und bleibt ein Phänomen.
Nachdem Mennel und sein Team die letzten drei Etappen ein enormes Tempo an den Tag gelegt haben, folgen nun sehr gleichmäßige Streckenabschnitte, in den Mennel seine Geschwindigkeit konstant halten und keine Sprints mehr einbauen möchte. "Den Höchstleistungsbereich haben wir geschafft -" so der willensstarke Läufer" jetzt müssen wir uns auf den letzten Etappenbereich konzentrieren".
Sein heutiges Tagesziel liegt 50km vor Berlin. Wir werden heute Abend noch einmal mit ihm sprechen.
29.06. 21:00
Weißenfels
Jürgen Mennel läuft und läuft und läuft ...
Jürgen Mennel und sein Team verbuchen einen weiteren erfolgreichen Lauftag. Auch die 3.Tagesetappe verlief außergewöhnlich gut. Der „Extremsportler" Mennel meisterte sein Tagesziel von 100 km mit einer Leichtigkeit, die selbst seine Teamkollegen schon kaum mehr beschreiben können. Sein Elan und seine Kraft sind verstärkt durch den Spaß, den er am Laufen hat - und das strahlt Mennel auch aus.
Immer wieder wird das Team von begeisterten Anwohnern angesprochen und stellt sich mit großer Begeisterung den zahlreichen Fragen. „So lernen wir nicht nur die sagenhaft schöne Landschaft, sondern auch die Kultur und Geschichte der Menschen hier kennen" erzählt Brani (der Teamkollege Jürgen Mennels), der heute während einer kurzen Trinkpause die Technik eines alten Trabbis gezeigt bekam.
Etwa gegen 20.00 Uhr hat das Team die 30.000 Einwohner-Stadt Weißenfels in Sachsen erreicht. In einem kleinen Hotel in der Nähe der Stadt wird das Team heute übernachten. Das Abendessen fiel sehr reichhaltig [in doppelten Portionen] aus, denn schließlich war das die erste warme Mahlzeit seit gestern Abend. Während das Begleitteam den Tag im Hotel mit einem wundervollen Blick auf die Weinberge ausklingen lässt, hat sich Jürgen Mennel bereits schon wieder auf den Weg gemacht, um noch ein paar Kilometer gut zu machen.
29.06. 13:00
Jena
Heute ist Bergfest: Über die Hälfte der Strecke ist geschafft
Tag 3 des Ultramarathons- und es herrscht eine euphorische Stimmung im Team und vor allem bei Jürgen Mennel. "Jetzt habe ich mich eingelaufen und meinen Rhythmus gefunden" sagt er am Telefon [ca. 12 Uhr] und seine Freude darüber ist deutlich spürbar.
Die heutige Tagesetappe startet der ehrgeizige Läufer 4.00 Uhr morgens in Kaulsdorf und das zunächst ganz allein. Sein Team traf Mennel erst gegen 7.00 zu einem gemeinsamen Frühstück, bei dem auch Wachteleier auf dem Speiseplan standen. Weiter ging es danach - mal auf Rad- oder Feldwegen oder kleinen Landstraßen - durch malerische Ortschaften, wie Oelsen, Friedebach und vorbei an Jena in Thüringen.
Im Vergleich zum gestrigen Tag laufen Mennel und sein Team heute bei 26° - 28°C und strahlendem Sonnenschein. Doch selbst ein Temperaturunterschied von fast 10 Grad macht dem geübten und motivierten Marathonläufer nichts aus.
Auch die Thüringer sind schon auf Jürgen Mennel aufmerksam geworden: Unterwegs feuern ihn zahlreiche Passanten begeistert an - so sein Teamkollege - und das sorgt natürlich für noch mehr Motivation. Gegen 20 Uhr möchte Mennel den Raum Leipzig/Halle erreichen und Rast machen. Wir werden am Abend noch einmal mit ihm telefonieren und fragen wie es unserem „Läufer aus Leidenschaft" am Ende seiner 3.Tagesetappe geht.
28.06. 18:00
Kaulsdorf
"Die Landschaft inspriert mich"
so Jürgen Mennel im Telefonat vor einer Stunde - und das ist wahrhaftig spürbar. Denn Mennel und sein Team haben schon jetzt das 2. Tagesziel - Kaulsdorf in Thüringen - erreicht. Und weil die Lauf- und Wetterbedingungen und vor allem die Stimmung heute so hervorragend sind, möchte Mennel am Abend einen kleinen Vorsprung aufbauen. Trotz der Höhenunterschiede und streckenweise enormen Anstiege war der Vize-Weltcupmeister heute in einer sehr guten Kondition.
Hilfreich ist hier sicherlich auch sein eigenes Punkte-System, mit dem er sich die Tagesziele mental visualisiert. Der Trick ist Mennel denkt nicht in Kilometern, sondern in Punkten. Für jede Tagesetappe hat Mennel eine gewisse Anzahl an Punkten festgelegt, die erreicht werden muss. [Die Maßeinheit in seinen System lautet: 5 km = 1 Punkt] Sein heutiges Tagesziel von 20 Punkten hat Mennel schon geschafft.
Nach dem Abendessen und einer kleiner Regenerationsphase - möchte Mennel noch einmal starten und nimmt Kurs auf Jena.
28.06. 14:00
Sonneberg
4 Stunden Schlaf reichten aus
Gerade hat Jürgen Mennel den idyllischen Ort Sonneberg passiert. Heute hat das Team Verstärkung von einem weiteren Laufkollegen bekommen, der den Vize-Weltcupmeister auf den verbleibenden Kilometern streckenweise begleitet. „So werden die Distanzen abwechslungsreicher" so Jürgen Mennel, der sich über die Laufunterstützung seiner Kollegen freut.
Die Nacht war schon früh zu Ende. Trotz der enormen Belastungen des gestrigen Tages - vor allem für die Muskulatur der Beine - reichten Mennel 4 Stunden Schlaf aus. Gegen 1:00 Uhr morgens machten sich Mennel und sein Team auf zur zweite Tagesetappe. Die zu dieser Zeit noch fehlende Straßenbeleuchtung liefert das Begleitfahrzeug, das immer dicht (50-100m) hinter Mennel fährt. Am Mittag erreichte Jürgen Mennel die Berge des Thüringer Waldes, die streckenweise Höhenunterschiede von bis zu 200-300m mit sich bringen.
„Die Wetterverhältnisse sind heute bestens", so sein Laufteam. „Bei 19 - 20°C und leichter Bewölkung kommen wir gut voran." Das heutige Tagesziel Kaulsdorf liegt ca. noch 50 km entfernt.
27.06. 16:00
Bischberg
Jürgen Mennel jetzt seit 20 Stunden auf den Beinen
In wenigen Kilometern erreichen Jürgen Mennel und sein Service-Team nach 20 Stunden das erste Zwischenziel: Bischberg. Damit hat Mennel Baden-Württemberg hinter sich gelassen.
Angefeuert von zahlreichen Berner Mitarbeitern und Läuferteams aus der Region Hohenlohe fand der 48-Jährige gestern Abend gut in seinen Lauf. In einem überdurchschnittlich schnellem Tempo [>15 km/h] und bei angenehmen Temperaturen lief er ohne Pause bis in den frühen Morgen. Bananen, Wasser und ein halbstündiger Laufstopp reichten ihm bislang als einzige Energiespenden. Die ersten 110 Kilometer konnte er so hinter sich lassen.
Die einsetzenden körperlichen und mentalen Ermüdungserscheinungen - so sein Laufteam - führen nun natürlich zu einer deutlich langsameren Geschwindigkeit. Doch das hindert ihn nicht daran, sein Tagesziel wie geplant zu erreichen.
Sein Schlafplatz ist für heute Nacht noch offen: ob im "Schlafsack unter'm Apfelbaum" [Zitat Jürgen Mennel] oder in einer bayrischen Pension? Wir sind auch gespannt - darüber berichten wir morgen. Eines ist jedoch jetzt schon sicher: die Nacht wird kurz, denn die 2. Etappe beginnt Jürgen Mennel bereits um vier Uhr morgen früh!
26.06. 20:00
Künzelsau
Startschuss auf dem Berner Firmengelände in Künzelsau
Am Abend des 26.6. fällt der Startschuss auf dem Berner Firmengelände - dann werden Jürgen Mennel und sein Team nach Berlin starten.
Auf den ersten fünf Kilometern wird der Marathonläufer neben 25 begeisterten Läufern der Berner GmbH und Albert Berner Deutschland GmbH auch von zahlreichen Laufteams der anderen Hauptsponsoren der Stallwächterparty 2008 aus der Region begleitet (z.B. GEMÜ, ebmpapst, Ziehl-Abegg, Mustang, ...).
Danach wird Mennel die Strecke allein meistern - dafür ist höchste Konzentration notwendig. Sein Begleit- und Betreuerteam wird ihn mit Getränken und Nahrung versorgen. Die Herausforderung liegt darin: eine optimales Gleichgewicht zwischen dem Laufen, der Nahrungsaufnahme und der Erholungsphase zu finden, um so den Ermüdungserscheinungen der Muskeln möglichst effizient entgegenzuwirken.
In fünf Tagesetappen, in denen Mennel täglich 10-15 Stunden laufen wird, muss der Langstreckenläufer eine Distanz von insgesamt 650 Kilometer zurücklegen.